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Zum Ausgang der israelischen Parlamentswahlen
erklärt André Brie, Europaabgeordneter der Linkspartei und
Stellvertretendes Mitglied der Israel-Delegation des EP:
Der Sieg von Kadima und anderer
verhandlungsbereiter Parteien ist zweifellos eine Chance für die
gemäßigten politischen Kräfte in Israel. Zugleich ist die historische
Niederlage des Likud-Blocks eine deutliche Absage der Wähler an einen
Konfrontationskurs gegenüber den Palästinensern.
Ehud Olmert ist nun gefordert,
eine Regierung zu bilden, die auf Verhandlungen mit der palästinensischen
Führung setzt und ein Abkommen zur Lösung des Konflikts im Nahen Osten
anstrebt. Einseitige Schritte dagegen, die die Lage der Palästinenser
weiter verschlechtern und letztlich der Gewalt neue Nahrung geben würden,
wären in dieser Situation gefährlich und könnten auch die Sicherheit
Israels in keiner Weise gewährleisten.
Das Angebot Olmerts zu
Gesprächen über einen eigenen palästinensischen Staat macht in dieser
Hinsicht Hoffnung. Der neue Ministerpräsident und seine Regierung werden
sich jedoch nicht an Erklärungen, sondern an realen Schritten in Richtung
eines dauerhaften Friedens, der die Interessen beider Seiten
berücksichtigt, messen lassen müssen.
Brüssel, 29. März 2006 |