ANDRÉ BRIE    
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14.03.2006: Zu den Aussagen des US-Präsidenten, Iran unterstütze die Aufständischen in Irak, erklärt der Europaabgeordnete (Linkspartei) André Brie:



„Es ist bekannt, dass der Erkenntnisprozess bei George W. Bush etwas länger dauert. Kurz vor dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns gegen Irak stellte der US-Präsident offiziell fest, was seit langem bekannt ist und von Washington bislang beharrlich negiert wurde: Dass die Gewalt an Euphrat und Tigris auch aus dem Nachbarland geschürt wird. Es ist tragisch, dass diese Ignoranz nicht nur Militärs, sondern vor allem unbeteiligte Zivilisten, Frauen und Kinder das Leben kostete und das Land destabilisierte.

Noch tragischer ist, dass Bush sein ‚neues’ Wissen offensichtlich zur Vorbereitung weiterer militärischer Abenteuer nutzt. Das Problem des Terrors in Irak ist nicht dadurch zu lösen, dass ein neuer Krieg, nun gegen Iran, angezettelt und die Besatzung Iraks verewigt wird. Notwendig ist dagegen die Entwaffnung aller Milizen, insbesondere der fundamentalistischen schiitischen Einheiten, und die Gewährleistung des Selbstbestimmungsrechts des irakischen Volkes.“

 
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